Maschinenring Österreich

"Happy am Hof" - G'sund bleiben in der Landwirtschaft

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"Happy am Hof" - G'sund bleiben in der Landwirtschaft

Hintergrund & Ausgangslage

Viele Bäuerinnen und Bauern stehen permanent unter körperlichem und seelischem Druck. Die anstrengende Hofarbeit, finanzielle Verantwortung und die Pflege von Familienmitgliedern oder Tieren lassen oft kaum Zeit für die eigene Gesundheit. Dazu kommt, dass viele Landwirt:innen unsicher sind, welche Präventionsmöglichkeiten überhaupt existieren – oder sie haben Hemmungen, solche Angebote anzunehmen. Um genau hier anzusetzen, wurde Happy am Hof ins Leben gerufen, ein Zusammenschluss von SVS, Lebensqualität Bauernhof und dem Maschinenring.

Herausforderung

Die Initiator:innen sahen sich mit einer großen Hürde konfrontiert: Obwohl es eine Vielzahl an Kursen, Workshops und Beratungsangeboten gibt, war vielen Landwirt:innen nicht bewusst, dass es genau diese Hilfe für sie gibt. Zudem fehlte ein emotionaler Zugang, der Mut machen sollte, sich aktiv mit dem Thema Gesundheit auseinanderzusetzen. Die stoische Mentalität vieler Landwirt:innen, „ich schaffe alles selbst“, steht einer rechtzeitigen Prävention häufig im Weg.

Zielsetzung

Ziel war es, eine emotionale und zielgruppengerechte Kommunikation zu entwickeln, die das Bewusstsein für mentale und körperliche Gesundheit erhöht und Landwirt:innen niedrigschwellig ansprechbar macht. Über leicht zugängliche Kanäle, kombiniert mit einer starken Bildsprache und authentischen Einblicken, sollten Kurse, Workshops und Anlaufstellen bekannter gemacht werden. So sollte die Hemmschwelle sinken, rechtzeitig Unterstützung zu suchen oder an Präventionsmaßnahmen teilzunehmen.

Unsere Rolle: Konzeption, Drehbuchentwicklung & Produktion

Wir begleitenden die Drehbuchentwicklung und bekamen die Leitung die komplette Video- und Fotoproduktion zu übernehmen. Dabei legten wir Wert darauf, die verschiedenen Lebensrealitäten in der Landwirtschaft einzufangen und mit Geschichten aus dem echten Hofalltag zu verbinden. Zu diesem Zweck haben wir ein Team von Experten zusammengestellt, die in den Bereichen Cinematographie, Fotografie, Licht und Ton für Produktionen dieser Art führend sind.

  1. Personas & Storytelling
    • Gemeinsam mit den Projektverantwortlichen (Venko GmbH) definierten wir fünf unterschiedliche Personas (z. B. „Heldin am Hof“, „Kämpfer am Hof“, „Junge Leute am Hof“, „Sieger am Hof“, „Krisenzeiten am Hof“).
    • Jede Persona repräsentiert einen individuellen Lebensentwurf mit spezifischen Herausforderungen – von der alleinverantwortlichen Betriebsführung bis zur jungen Generation, die moderne Technologien einsetzt.
    • Für jede Persona erarbeiteten wir ein maßgeschneidertes Drehbuch mit branchenüblichen Beispielen, Dialogen und Handlungsszenen, um möglichst authentisch und nahbar zu wirken.
  2. Videoproduktion
    • Imagefilme: Die fünf separaten Filme setzen sowohl auf emotionale Szenen als auch auf informative Elemente. Sie zeigen echte Landwirt:innen in ihrem Alltag und verdeutlichen, warum Prävention und Gesundheitsvorsorge so wichtig sind.
    • Authentische Einblicke: In Gesprächen und Interviews erläutern Landwirt:innen, wie sie Belastungen meistern und welche Unterstützungsangebote ihnen halfen – ohne belehrend zu wirken.
    • Visuelle Gestaltung: Um die Naturverbundenheit und Leidenschaft der Landwirt:innen zu betonen, wählten wir warme, freundliche Farbtöne und nahmen viele Szenen direkt am Hof auf. So wird deutlich, in welchem Kontext die Gesundheits- und Vorsorgeangebote greifen.
  3. Fotoproduktion
    • Ergänzend zu den Videos entstand ein umfangreiches Fotomaterial für Online- und Printkommunikation. Dieses zeigt Menschen, Tiere und Landschaften in authentischen Momenten, sodass die Emotionen und Werte hinter „Happy am Hof“ spürbar werden.

Umsetzung & Kerninhalte

  • Kurz & knackig: Jeder Film dauert nur wenige Minuten und konzentriert sich auf einen klaren Kerngedanken. So werden Neugier und Verständnis geweckt, ohne zu überfordern.
  • Emotionale Ansprache: Die Protagonist:innen sprechen offen über Hürden und Zweifel, wodurch ein Gefühl von Gemeinschaft und Mitgefühl vermittelt wird.
  • Einfache Handlungsaufforderung: Am Ende jedes Films wird auf die konkreten Angebote verwiesen – ob Kurse, Workshops oder Gesprächsangebote. Ziel ist es, Hürden abzubauen und den direkten Zugang zu ermöglichen.